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Thema: Gesandte der Einherjar - Bund der Seelen

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    Guild Wars
    DSM - Offizier

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    Gesandte der Einherjar - Bund der Seelen

    Die Nacht neigt sich dem Ende zu und doch sitzt Tar von Umlingen an einem schweren Eichenschreibtisch und durchforstet die Pergamente. Zu aufgewühlt ist er von dem Gelesenen, zu schwer liegt die Last auf ihm, als das er nur an Schlaf zu denken wagt. Schreckliche Bilder schwirren in seinem Kopf. Der Krieg gewaltvoll und grausam ist ihm bekannt, doch das was er in dem Pergament lesen musste, welches nun in der äußersten Ecke des Tisches seinen Platz findet, hatte nichts mit einem ehrenvollen Kampf zu tun.

    Auszug aus den Schriften des Schlachtensehers Raistlin Xelor:

    Wieder suchen mich die Träume heim. Der Dunst der Traumwelt lichtet sich und ich versuche mich zu orientieren. Am Horizont entdecke ich eine Stadt überragt von einem riesigen Turm. Alt-Tarantia, Heimstätte des Königs Conan, Herrscher über Aquilionien. Hyboria. Ich befinde mich inmitten eines großen Heeres. Grimmig und selbstbewusst reiten Krieger an mir vorbei und als der Letzte mich passiert hat, folgt mein Blick ihrem Weg. In weiter Ferne ist eine Burg zu erkennen, dass Ziel dieses Aufmarsches. Die Fanfaren ertönen und künden den Verteidigern der Festung das nahe Ende an. Ich folge der Streitmacht und beobachte, an ihrem Ziel angekommen, das geschäftige Treiben. Mächtiges Kriegsgerät wird errichtet. Katapulte, Trebuchets werden an wichtigen stellen plaziert. Geschützt von Kampfern, um den Aufbau vor einem möglichen Ausfall der Verteidiger zu sichern. Doch eine gespenstische Ruhe liegt über den Mauern. Kein feindlicher Krieger ist zu sehen, selbst die Burg scheint, bei näherer Betrachtung, verfallen. Ratlos, fast enttäuscht, blickt der Heerführer zu seinen Offizieren.

    "Was berichten die Späher?" Mit diesen Worten richtet er sich an den Truppführer der 1. Infanterie. "Die Burg ist verlassen my Lord. Die Mauern wurden nicht wieder aufgebaut und die Trümmer unseres letzten Besuches künden von unserem großen Sieg. Die Angst scheint sie in alle Winde vertrieben zu haben". Der Kommandeur wendet sein Pferd, erhebt sich im Sattel und ruft seinen Männern zu: "Männer! Die Feind hat das Weite gesucht. Diese Ruine gehört nun uns." Enttäuschter Jubel ertönt. "Gebt nicht mir die Schuld, dass euer Schwert heute keinen Gegner findet. Schaut in der nächsten Schlacht etwas weniger grimmig, so könnt ihr vermeiden, dass der Funke der Hoffnung im Herzen eures Feindes erlischt. So ihr heute Nacht in das Bett eines Weibes steigt, könnt ihr diesen Rat befolgen und ein wenig Übung darin erlangen." Derbes, fröhliches Gelächter erhebt sich. Zufrieden wendet sich der Herrführer an die Offiziere der Lanzen. "Lasst die Ruinen niederschießen, so haben die Männer etwas zu tun und können üben. Die Kavallerie durchsucht die Umgebung und die Infanterie soll die intakten Gebäude sichern. Veranstaltet ein Manöver!"

    Der Boden erzittert als die Geschoße in die Gebäude einschlagen. Im Schlachtstand beraten die Offiziere über das weitere Vorgehen. "My Lord, wir sollten eine Baumannschaft zur Burg befehlen und sofort mit dem Aufbau beginnen." Langsam nickt der Heerführer. "Gibt es eine Nachricht von den Boten? Haben wir irgendeine Ahnung, wohin sich der Feind zurückgezogen hat?" Ein Truppführer antwortet: "Es gibt ein Gerücht, dass sie sich in der Wüste verbergen." Grübelnd blickt der Anführer auf die Karte. "Die Wüste. Das ist ein weiter Weg und es ist nur ein Gerücht. Aber was solls. Lasst drei Lanzen bereitmachen. Sie sollen sich auf dem schnellsten Weg nach Keshatta begeben. Wir können dem Feind nicht gestatten, wieder zu kräften zu kommen. Sendet weitere Späher aus, um den Aufenthaltsort ausfindig zu machen." Ein leichter Wind weht durch das Zelt des Schlachtstandes. Mit sorgenvollem, abwesenden Blick wird der Herrführer nicht der Schönheit des Augenblicks gewahr. Die Sonne senkt sich langsam unter den Horizont und lässt lange Schatten über die Wiesen fallen. Schemenhaft zeichnen sich die Reste der Festung auf dem Land ab und vereinigen sich mit den Schatten der Katapulte. Es entsteht die Illusion von tanzenden, feuerspeienden Drachen welche ihr Unwesen auf den Mauern der Burg treiben.

    Das Bild verblasst und im nächsten Augenblick befinde ich mich in der Oase von Keshatta. Kampfeslärm und die Schreie der Verwundeten dringt an mein Ohr. Ich höre die Rufe eines Kämpfers.

    "Lanze 1 und 2 sichern die Flanken! Bogenschützen achtet auf die Hänge! Der Rest zu mir, wir versuchen einen Durchbruch." Schicksalsergeben führen die Kampfgefährten die Befehle aus. Keine Angst ist auf ihren Gesichtern zu sehen nur die Entschlossenheit eines Todgeweihten seine letzten Stunden die Zeiten überdauern zu lassen. Langsam vorrückend bahnen sie sich Ihren Weg. Der Feind wankt, gewinnt wieder an Stärke. Auf und Ab wogt die Schlacht, kein Sieger tut sich hervor. "Sie erhalten Verstärkung" ist ein lauter Ruf zu vernehmen. "Haltet durch, lasst nicht nach!" Von wilden Zorn beseelt rücken sie weiter vor. Die mächtigen Schwerter schneiden durch den Feind und ein Helm löst sich vom Kopf eines Gefallenen. Diese Szene wird durchbrochen vom Schrei des Entsetzens. "Die Götter mögen uns helfen. In dieser Schlacht liegt keine Ehre. Seht Kameraden, sie schicken Kinder in den Kampf. Wir besudeln uns mit jedem Hieb unseres Schwertes." Vom Ruf des Entsetzens aufgerüttelt blicken die Gefährten auf die Schlachtreihen des Gegners. Inmitten der Kämpfer können sie Gestalten ausmachen, welche nicht so Recht in das Bild passen wollen. Ungelenk führen sie das Schwert, ungeübt sind ihre Bewegungen. "Lanzen!" ruft der Kommandeur. "Lasst nicht zu das euer Kampfesmut von der Heimtücke des Feindes untergraben wird. Kämpft weiter, kämpft für die nächste Schlacht. Nachlassen bedeutet den Tod. Nicht ihr seid ohne Ehre!"

    Mit diesen Worten erhebt sich der Wind und entschlossene Männer suchen den Weg aus dieser Schlacht. Wütend ob dieses ehrlosen Kampfes. Wütend das sie um einen ehrenvollen Tod oder einen ehrenvollen Sieg gebracht worden. Ist der Feind schon von solcher Hoffnungslosigkeit durchdrungen, dass er halbe Kinder in den Kampf schicken muss?

    Ich sehe das Blut gefallener Krieger. Ich sehe Halbwüchsige mit dem Schwert in der Hand, im roten Wüstensand liegen. Eine schaar Reiter zieht in die Wüste um Buse zu tun, zum gefallen der Götter.
    Geändert von Custos (09.02.2013 um 18:49 Uhr)
    Custos, der Wächter
    Es gibt keine perfekten Taten. Nur perfekte Absichten. (Sylvia Plath)
    Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Absichten. (Ben Sisko in DS Nine)

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